Dive Station Hemmoor GmbH

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AUSRÜSTUNGSSTANDARDS KREIDESEE

TIEFSEETAUCHER

So hell und klar, wie der Kreidesee ist, so kalt kann er sein. Zwar erreicht er bis in den 10m-Bereich im Sommer durchaus Temperaturen von 18 Grad, spätestens im 20m-Bereich muss man allerdings mit 4 Grad kaltem Wasser rechnen, sodass ein halbtrockener Anzug für ausgiebigere Tauchgänge dringend zu empfehlen ist.

UNTER DRUCK

Begünstigt durch die ungewohnten Sichtverhältnisse kann es leicht zu einer Fehleinschätzung der Tauchtiefe kommen. Neben dem Tiefenrauschrisiko besteht hier eine weitere Gefahr:

Angesichts des hohen Umgebungsdrucks und der durch die Kälte eventuell erhöhten Atemarbeit kann es zu einer starken Abkühlung in beiden Stufen des Lungenautomaten kommen. Befindet sich Feuchtigkeit in der Flasche, kann es zur Vereisung kommen, die den Automaten im geöffneten Zustand blockiert: Er bläst ab.

UND IHRE AUSRÜSTUNG:

Daher darf der Kreidesee nur mit kaltwassertauglichen Automaten betaucht werden.

Alle verwendeten Tauchgeräte müssen mit Doppelventilen und 2 getrennt absperrbaren Ersten Stufen ausgerüstet sein.

Werden stattdessen Ponyflaschen mitgeführt, müssen diese mindestens 2 Liter Volumen haben.

Oder man taucht gleich ein Doppelgerät mit absperrbarer Brücke.

Ferner sind mitzuführen:

  • Uhr, Tiefenmesser und Dekotabelle
  • ODER ein Computer
  • Finimeter
  • Messer oder Schere

Als Standardkonfiguration empfehlen wir hier, Inflatorschläuche, Finimeter und Zweitautomat an einer Ersten Stufe anzuschliessen und die Zweite Stufe, aus der geatmet wird, allein und separat an die andere Erste Stufe anzuschliessen. So wird von vornherein die Belastung dieser Ersten Stufe reduziert, da ausser Atemluft nicht zusätzlich noch Tarierluft geliefert werden muss. Fällt der Automat nun trotzdem durch Vereisung aus, kann der Tauchpartner das Ventil schliessen, der betroffene Taucher steigt auf den Zweitautomaten um und hat sowohl die Inflatoren als auch das Fini noch unter Druck.

UND WENN DER AUTOMAT TROTZDEM ABBLÄST?

Eine gute Idee ist in diesem Zusammenhang, sich nicht nur die Ausrüstung des Tauchpartners auf die Ventile hin etwas genauer anzusehen, sondern auch eine Prozedur "Abblasender Automat" zu briefen, bevor man in den Teich stiefelt. Gelegentliches Üben unter Wasser hat auch noch Keinem geschadet.

EMPFEHLUNG:

Bei Abblasen eines Automaten steigt der Betroffene sofort auf den Zweitautomaten um und hält den abblasenden Automaten nach oben. So kann der Tauchpartner am Schlauchverlauf klar und zweifelsfrei erkennen, welches Ventil er schliessen muss.

Sofort nachdem das Ventil geschlossen ist, wird der Druck BEIDER Geräte gecheckt. Zwar vereisen Automaten am liebsten im Bereich um 170bar, also ziemlich zu Anfang des TG, aber wenn man dann schon auf 40m ist, fällt der Druck während des Abblasens trotzdem rapide und eventuell ist es ratsam, den Aufstieg am Octopus des Tauchpartners durchzuführen. Wird der betroffene Automat im Flachbereich wieder geöffnet, wird er in vielen Fällen wieder Funktionsfähig. In vielen Fällen besteht kein unmittelbarer Anlass, den Tauchgang direkt abzubrechen, es kann unter erhöhter Aufmerksamkeit durchaus vertretbar sein, ihn im Flachbereich normal zu beenden, da hier der Automat erheblich weniger belastet wird. Nach solch einem Vorfall sollte der Automat in die Wartung und die Flasche geöffnet und auf Feuchtigkeit geprüft werden.

Partnerhilfe setzt natürlich voraus, dass der Partner den Vorfall bemerkt und eingreift bzw. dass man ihn darauf aufmerksam machen kann. Sollte dies nicht gelingen, muss evtl. ein Allein-Aufstieg eingeleitet werden. Dekoverpflichtungen liegen in der Regel bei 170bar auf der Flasche noch nicht vor, âlso sollte verschärfte Reisegeschwindigkeit eingeleitet werden, wenn man sicher oben ankommen will. Hat man zwei Automaten, sollte man seiner Lunge zuliebe aus dem atmen, der nicht gerade zum Presslufthammer mutiert ist. Also den Automaten wechseln, den abblasenden vom Körper weghalten und möglichst kontrolliert aufsteigen. versuchen, den Mitteldruckschlauch abzuknicken, so gewinnt man Zeit für den weiteren Aufstieg. Richtig: Dies ist keine Standardprozedur, sondern der Versuch, eine Eskalation einzudämmen, die begonnen hat, als man den Kontakt zum Tauchpartner verloren hat!

Sicher ist ein Trockentauchanzug kein MUSS im Kreidesee, aber man sollte doch bedenken, dass der Körper nach einigen Wiederholungstauchgängen im Nasstauchanzug erheblich auskühlt und dass die Gefahr eines Dekounfalles aufgrund der gespeicherten Stickstoffmengen wächst. Eine intensive Wärmezufuhr durch heisses Duschen oder heisse Getränke sollte nach dem Tauchen ebenso unterbleiben wie körperliche Anstrengung. Beides kann massiv Reststickstoff freisetzen.

Angesichts des im Kaltwasser erhöhten Energiebedarfs musst Du mit einem höheren Luftverbrauch rechnen. Wenn Du die Wahl zwischen einer Zehner und einer Zwölfer hast, nimm lieber die kleine Dicke, die hält länger...

back letzte Bearbeitung: 09.08.2018 totop  
 
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